Was gehört auf eine gute Handwerker-Website? Eine praktische Checkliste

Von Daniel Seibel, BRANDRAUM · Stand: ·4 Min. Lesezeit

1. Der Einstieg: Leistung, Region und nächster Schritt

Stellen Sie sich einen Hausbesitzer vor, der in Wiehl eine neue Terrasse plant. Nach dem Öffnen Ihrer Website möchte er drei Dinge wissen: Bauen Sie Terrassen? Arbeiten Sie in Wiehl? Wie kann er Ihnen sein Vorhaben schildern? Ein großer Firmenname allein beantwortet diese Fragen noch nicht.

Formulieren Sie den Einstieg deshalb konkret, etwa: „Garten- und Terrassenbau in Wiehl und Umgebung“. Ergänzen Sie eine kurze Erklärung und einen gut sichtbaren Kontaktweg. Das ist ein Formulierungsbeispiel, kein Versprechen bestimmter Suchpositionen. Nennen Sie nur Orte und Leistungen, die Sie tatsächlich abdecken.

2. Eigene Leistungsseiten mit hilfreichen Antworten

Eine lange Liste mit Fachbegriffen hilft Kunden nur begrenzt. Beschreiben Sie Ihre wichtigsten Leistungen so, dass auch jemand ohne Vorwissen versteht, wann Ihr Betrieb der richtige Ansprechpartner ist. Sinnvolle Fragen sind: Welche Arbeiten gehören dazu? Was muss vorbereitet werden? Wie läuft die Abstimmung ab? Welche Angaben benötigen Sie für eine erste Einschätzung?

Trennen Sie deutlich unterschiedliche Angebote. Auf der von uns umgesetzten Website von TBV Christopher Voigt haben beispielsweise Gartenbau, Erdbau und Bauwerksabdichtung eigene Seiten. So können Interessenten direkt in ihr Thema einsteigen. Entscheidend ist dabei der nützliche Inhalt jeder Seite, nicht die Anzahl der Unterseiten.

3. Referenzen mit nachvollziehbarem Kontext

Ein Projektfoto wird aussagekräftiger, wenn Sie erklären, was darauf zu sehen ist. Nennen Sie die Ausgangslage, Ihre Aufgabe und die ausgeführten Arbeiten. Bei einer Terrasse könnten das der bisherige Zustand, die Materialwahl und die Gestaltung der Übergänge sein. Zeigen Sie nur Bilder, die Sie veröffentlichen dürfen, und stimmen Sie die Nennung von Kunden vorher ab.

Auch kleinere Aufträge eignen sich. Sie brauchen keine spektakulären Zahlen: Ein sauber dokumentierter Ablauf zeigt bereits, wie Sie arbeiten. Behauptungen über Zeitersparnis oder Ergebnisse sollten belegbar sein. Beispiele unterschiedlicher Webauftritte finden Sie in unseren ausgewählten Website-Referenzen.

4. Kontakt so einfach wie möglich machen

Überlegen Sie, welche Informationen Sie wirklich für den ersten Rückruf benötigen. Häufig reichen Name, Rückrufmöglichkeit, Ort und eine kurze Beschreibung des Vorhabens. Umfangreiche technische Details können Sie anschließend gemeinsam klären. Beschriften Sie Pflichtfelder eindeutig und zeigen Sie nach dem Absenden eine verständliche Bestätigung.

Prüfen Sie den gesamten Ablauf selbst: Lässt sich die Telefonnummer auf dem Smartphone antippen? Ist die Schrift ohne Vergrößern lesbar? Funktioniert das Formular, und kommt die Testanfrage tatsächlich an? Testen Sie dabei nur Ihr eigenes Formular und kennzeichnen Sie die Nachricht als Test. Eine erreichbare Kontaktseite ist wenig wert, wenn die Nachricht im falschen Postfach landet.

5. Inhalte pflegen und die Orientierung prüfen

Kontrollieren Sie regelmäßig Ansprechpartner, Leistungsumfang und Einsatzgebiet. Aktualisieren Sie Informationen, wenn sich im Betrieb etwas ändert. Für Suchmaschinen empfiehlt Google unter anderem verständliche Seitentitel, eine nachvollziehbare Struktur und hilfreiche Linktexte. Eine bestimmte Platzierung lässt sich daraus nicht ableiten.

  • Ist nach wenigen Sätzen klar, was der Betrieb anbietet?
  • Hat jede wichtige Leistung eine verständliche Beschreibung?
  • Gibt es echte Projektbeispiele und einen erkennbaren Ansprechpartner?
  • Sind Kontakt und Einsatzgebiet leicht zu finden?
  • Funktioniert die Anfrage auf dem Smartphone?

Notieren Sie bei jeder ungeklärten Frage eine konkrete Änderung. Wenn Sie Unterstützung benötigen, sprechen wir über Webdesign für Ihren Handwerksbetrieb.

Häufige Fragen

Brauche ich für jede Ortschaft eine eigene Seite?

Nicht automatisch. Beschreiben Sie zunächst Ihr tatsächliches Einsatzgebiet. Eine zusätzliche Ortsseite ist dann sinnvoll, wenn sie eigene hilfreiche Informationen wie lokale Projekte oder besondere Angebote enthält.

Muss ich jede Woche einen neuen Beitrag veröffentlichen?

Eine feste Veröffentlichungsmenge ist kein Selbstzweck. Halten Sie wichtige Informationen aktuell und ergänzen Sie Beiträge, wenn Sie konkrete Fragen Ihrer Kunden fundiert beantworten können.

Quellen

  1. Google Search Central: Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung

Alle Zahlen und Preise mit Stand der jeweiligen Quelle. Preise können sich ändern.

Für jemanden hilfreich? Ratgeber teilen.

Ihre digitale Sichtbarkeit verbessern?

Wir unterstützen Ihren Betrieb mit einer verständlichen Website und einem gepflegten Google-Unternehmensprofil. Lassen Sie uns über Ihre nächsten Schritte sprechen.